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Mit Rückenwind in Richtung Saisonstart
Wenige Wochen vor den Test- und Einstellfahrten zu Europas erfolgreichster Breitensportrennserie, der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, ist Kissling Motorsport aus Bad Münstereifel bestens aufgestellt. Für den nötigen Feinschliff der über den Winter weiter verbesserten Einsatzfahrzeuge sorgte dabei nicht zuletzt ein Besuch in einem der modernstem Windkanäle Europas.
Nur wenige Rennteams nutzen die Möglichkeiten, die ein Windkanal für die Aerodynamik eines Rennfahrzeuges bringt. Der Test mit der über den Winter wieder stark verbesserten Corvette C6.SP ist dabei jedoch kein Einzelfall für Kissling Motorsport, so Stefan Kissling:
„Wir nutzen schon mehrere Jahre den Windkanal, um unsere Rennwagen zu optimieren. Selbst das Meisterfahrzeug von 2007, der Opel Astra GTC von Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche sowie Marco Wolf, war im Windkanal.“
Genau dieses Fahrertrio ist es, dass auch 2009 wieder ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden möchte. Die Fritzsche-Zwillinge und Kissling Motorsport sind eine der größten Erfolgsgeschichten der Langstrecke. Unzählige Klassensiege und drei Meisterschaften mit Kissling Motorsport kann alleine Heinz-Otto Fritzsche verbuchen - Grund genug also, 2009 wieder mit dem Opel Astra GTC anzugreifen.
Noch länger dem Hause Kissling Motorsport verbunden ist der ehemalige Meister der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (damals noch DPM), Volker Strycek. Ihn verbindet schon die DTM-Zeit, in der Kissling sowohl den Opel Kadett einsetzte als auch mit dem Opel Omega 3000 3,8l 1993 bestes Privatiersteam war, mit den Bad Münstereifeler Team. Im Jahr 2009 wird er mit einer neuen Corvette C6.SP um Gesamtsiege in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft kämpfen. Nicht zuletzt die aerodynamische Optimierung soll im ersten, schwierigen Jahr des neuen VLN-Reglements einen Vorteil bringen.
Eine zweite Corvette C6.SP befindet sich derweil in der Fertigstellung. Auch dieses Fahrzeug wird mit einer Fahrerpaarung besetzt sein, die Top-Ergebnisse verspricht. Mehr Informationen hierzu folgen in den nächsten Wochen.
Weiterhin wird die Corvette C6 Interessenten in drei unterschiedlichen Ausbaustufen angeboten, die zeitnah fertiggestellt werden können. Ein Kompletteinsatz des Rennwagens durch die Mannschaft von Kissling Motorsport ist ebenso möglich.
Zusammen mit den Partnern BFGoodrich Tires, KW Gewindefahrferke, Castrol, Bastuck Aufpuffanlagen, ZF-Sachs, Pagid und Haugg Cooling geht das seit 1977 im Motorsport erfolgreiche Team Kissling Motorsport also in die 33. Motorsportsaison um zu den über 500 Klassen- und Gesamtsiegen weitere hinzu zufügen.











Renger, Rehfeld und Mölig starten für Kissling Motorsport auf der Corvette C6.SP
US-Fahrer Scott Preacher mit Corvette auf der Nordschleife
(Bad Münstereifel) Das Fahrertrio der ersten Corvette C6.SP aus dem Hause Kissling Motorsport steht nun fest. Mit Reinhold Renger (Rothenburg), Roland Rehfeld (Blankenfelde) und Reinhold Mölig (Waldalgesheim) werden drei erfahrene und schnelle Piloten den US-Sportwagen „made by Kissling“ pilotieren. Amerikanische Verstärkung bekommt das Team aus Bad Münstereifel mit Scott Preacher (Peachtree City), der eine C6.SP Corvette bei verschiedene Test und RCN- / BFGLMN-Einsätze auf der Nordschleife bewegen wird.
Sowohl Renger, Rehfeld als auch Mölig sind im Motorsport keine Unbekannten. Reinhold Renger war erst in der Serienwagenklasse der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring erfolgreich, bevor er Ende 2001 mit einem „Paukenschlag“ auf Porsche wechselte: Sein erster Einsatz im Porsche 996 GT3 MR endete mit dem Gesamtsieg. Nach zwei Jahren auf dem Zuffenhausener Renngerät, wechselte Renger auf einen Honda S2000, mit dem er zusammen mit dem leider Ende des letzten Jahres verstorbenen Andreas Mäder regelmässig um den Titel in der BFGLMN mitkämpfte.
Die motorsportliche Vita von Roland Rehfeld ist ebensalls sehr interessant. Klassisch durchlief er die Kartschule, bevor die Renault-elf-Campus Meisterschaft, der Formel Renault Cup sowie die Formel 3 auf dem Plan standen. Erste Erfahrung mit GT- und Tourenwagen sammelte Rehfeld im Porsche Carrera Cup. Das motorsportliche Multitalent fuhr zudem die FIA Truck EM, in der ASCAR und kann Tests in der NASCAR vorweisen. Die letzten Jahre wurden jedoch von GT-Sportwagen bestimmt, so pilotierte der Instruktor unter anderem einen Mosler MT 900 R in der Dutch SuperCar Challenge und war in der ADAC GT Masters aktiv. Zusammen mit Reinhold Renger fuhr er während der letzten Jahre mehrere Einsätze auf der Nordschleife
.
Reinhold Mölig widerum erfreute innerhalb der letzten Jahre die Fans in der Langstreckenmeisterschaft mit seinem bulligen V8STAR-Rennwagen, den er nicht selten während der gesamten Renndistanz alleine pilotierte. Schon 2008 nahm er in der Corvette Platz und freute sich über die Performance der C6.SP. Mit dem Hause Kissling ist Mölig schon seit über einem Jahrzehnt verbunden, fuhr schon damals für die Mannschaft aus Bad Münstereifel.
Zusammen wollen Renger, Rehfeld und Mölig während der Test- und Einstellfahrten sowie den ersten BFGLMN-Läufen ihr neues Einsatzgerät, die Kissling Corvette C6.SP, „kennenlernen“ . Das Potential des Frontmotor-Sportwagens mit V8-Herz schätzen die „neuen“ Kissling-Piloten hoch genug für regelmässige Platzierungen in der Top 10 ein.
Mit Scott Preacher ist ein weiterer Fahrer zu Kissling Motorsport gekommen, der sich darauf freut, die Corvette auf der „schönsten Rennstrecke der Welt“ zu bewegen. Er wird erste Tests im April bestreiten und plant RCN- und BFGLMN-Einsätze.
Aufgrund möglicher reglementsbedingter Einstufungsanpassungen wird Kissling Motorsport zu den ersten beiden Läufen der Langstreckenmeisterschaft nur mit einer Corvette C6.SP an den Start gehen, so Stefan Kissling:
„Nach Auskunft bei den Regelhütern der VLN und der 24h-Rennen-Organisation kann es während der ersten Läufe noch zu Anpassungen am Airrestriktor kommen. Nach langer Überlegung haben wir uns Entschlossen erst einmal mit einem Fahrzeug an den Start zu gehen und werden den zweiten Wagen erst anschliessend angepasst einsetzen. Beide Fahrzeuge stehen Testbereit zur Verfügung. Während Renger, Rehfeld und Mölig sich auf das erste Rennen vorbereiten, testen wir mit dem zweiten Auto weitere neue Komponenten“
Auf Fahrzeug zwei werden Hannu Luostarinen, Volker Strycek und Stefan Kissling Platz nehmen, wobei Kissling für einen schnellen, erfahrenen Fahrer seinen Platz zur Verfügung stellen würde. Am 14.03.2009 testet Kissling Motorsport die Einsatzfahrzeuge der Saison 2009 ein letztes Mal vor den offiziellen Test- und Einstellfahrten auf der Nordschleife.



